150 Jahre Palmengarten in Frankfurt

Mit Kreide auf dem Fußboden gemalt – der erste Entwurf des Frankfurter Palmengartens

Familie Hellbach und der Initiator des Frankfurter Palmengartens, Heinrich Siesmayer

Maifest 1934 im Treibhaus der Gärtnerei J.W. Hellbach in Herzogenrath

Schreibt oder liest man über den Palmengarten in Frankfurt, der in diesem Jahr seinen 150. Gründungstag feiert, so fühle ich in meinen inneren Untiefen ein bisschen Stolz, denn auch meine Ahnen waren mit Heinrich Siesmayer, seiner Arbeit und seiner Familie verbunden. Seine Kreativität und die Liebe zu einer lebendigen Architektur, wie man sie durch Pflanzen in Gartenanlagen schaffen kann, hat sich bis in meine Generation fortgepflanzt. Und ist es wirklich alles nur Zufall, dass auch heute der Urenkel des Goar Hellbach im Palmengarten arbeitet?

Der Kunstgärtner Jacob Wilhelm Hellbach aus dem kleinen Winzerdörfchen Filsen am Rhein war mein Urgroßvater. Sein älterer Bruder Goar war Postsekretär in Frankfurt – Bockenheim und hatte ihm 1882 eine Stelle als Gärtnergeselle bei Heinrich Siesmayer vermittelt. Um 1935 haben die beiden Brüder – der eine befand sich in der Genesungsphase nach einer Nierenoperation und der andere lebte hochbetagt in einem Seniorenheim – sich entschlossen, ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Der Text des Gärtners fiel deutlich kürzer als der des Postmeisters aus, letzterer hatte schließlich sein ganzes Leben hauptsächlich mit Schriftstücken zu tun. Beim Lesen der beiden Texte entsteht jedoch ein lebhaftes Bild dieser Zeit und hier in den Ausschnitten zu Heinrich Siesmayer auch ein sehr emotionaler Eindruck von diesem quirligen, sehr katholischen und kreativen Menschen.

Den gesamten Text herunterladen:

Mit-Kreide-auf-dem-Fussboden-gemalt-der-erste-Entwurf-des-Frankfurter-Palmengartens.pdf

Wundverband 1870 & Mund- Nasenschutzmasken 2020

Im Corona-Pandemie-Jahr 2020 habe ich mich an meine Nähmaschine gesetzt und mehrere Hundert MundNasenSchutzMasken genäht. Als ich begann alte Bettlaken zu zerreißen, erinnerte ich mich an einen Ausschnitt in den Lebenserinnerungen meines Urgoßvaters Jacob Wilhelm Hellbach, wie die Familie 1870 Laken zerriss, um Verbandsmaterial für die verwundeten Soldaten im Deutsch – Französischen Krieg herzustellen.

Ich habe ein Erinnerungsbuch zusammengestellt und dieses zusammen mit einigen Beispielmasken an das Haus der Geschichte der BRD in Bonn geschickt, nachdem ich in der Zeitung las, dass das Museum schon jetzt Gegenstände aus dem Alltag der Pandemie sammelt.

Wer meine Geschichte lesen möchte kann sie hier herunterladen: